Sonntag, 19. Mai 2019

2. Bundesliga Nord, 1. Rennen in Gütersloh, 19.05.2019


Von Siegesgedanken zur angestrebten Podiumsplatzierung zum Rennmotto „einfach überleben“ zurück aufs Podium



Montag, 29. April 2019, 9:14 Uhr
Ich bekomme eine WhatsApp-Nachricht von  
unserer Verstärkung an der tschechischen Front, Jakub Powada: „I Will Go with you“. - Euphorie, Siegesgedanken und Vorfreude machen sich bei mir breit.



Bereits die fünfte Saison in Folge starte ich (Maurice, mittlerweile bekannter unter dem Pseudonym „Marek C.“) für das junge Team des BSV Friesen & Weltraumjogger in der 2. Bundesliga Nord. Standesgemäß findet der Saisonauftakt mit einem Teamrennen in Gütersloh statt. Gestartet sind wir dort schon in den verschiedensten Konstellation:
Das Debüt absolvierten die Aufsteiger Jonas Repmann (damals noch nicht der Knödel), Pressewart Lewin Rexin, Teamchef Hoffi, Icke (damals noch Mosi) und unser Kolumbianer Sebastian, der nicht aufgrund der richtigen „Wettkampfverpflegung“ mitkam, sondern als Schiebeverstärkung für unseren doch eher schwimmunbegabten Trainer. Zu fünft schwammen und schoben wir durchs Wasser, um anschließend zu viert die Rad- und Laufstrecke zu „rocken“. 
Im Ziel angekommen hoben wir den Pressewart auf unsere Schultern und posierten unter den leicht verwirrten Blicken der anderen Teams, als hätten wir gewonnen. Schlussendlich kam der 14. Platz raus.


Im zweiten Jahr erkämpften erneut Jonas (mittlerweile Knödel), Lewin, Moses, der ebenfalls 2014 am Aufstieg beteiligte Tom Liebner und Nachwuchsathlet Jonas Kleemann (JFK) den 9. Platz. In diesem Jahr durfte der Knödel erstmals in den „Genuss“ des Schiebens beim Laufen kommen.




Im dritten Jahr kam unter der Besetzung von Tom, Knödel, JFK, mittlerweile Marek und Neuzugang Micha „Mischa“ Wegricht der 14. Platz zustande. Auch in diesem Jahr durfte Jonas die schiebende Hand im Rücken spüren. Angefeuert wurden wir von unseren beiden Amis, die in dieser Saison für uns an den Start gingen. Auch in diesem Jahr kamen wir also unseren Integrationsplichten nach.


Im letzten Jahr ging das bisher stärkste Team mit Knödel, Mischa, JFK, Marek und Youngstar Janne an den Start. Bereits 2018 versuchten wir unsere Tschechen (Anmerkung der Redaktion: Wo bleibt der Integrationsbambi?) für den Teamsprint zu akquirieren, was jedoch nicht gelang. Dennoch erreichten wir einen mehr als zufriedenstellenden 7. Platz.





Und in diesem Jahr soll nun endlich meine Traumkombo zustanden kommen:
JanneYoungstar und Bennieboy, welche über den Winter einen riesigen Sprung gemacht haben und mir des Öfteren selbst beim Schwimmtraining „auf den Sack gehen :D“.




Neuzugang und dennoch altbekanntes Vereinsmitglied Nils Dehne, welcher mir schon das Schwimmen beibrachte und definitiv eine sichere Bank im Schwimmen darstellt. Ich, stets angestrebter „First Man at the First Boie“ und Jakub, welcher mir mitteilte, dass er aktuell eine 8:45 über 800m Langbahn schwimmen würde.
So wurde also geplant, unseren Tschechen eine 1:12 von vorne schwimmen zu lassen, was für ihn eher eine angenehme GA2-Einheit werden würde, während wir Vier versuchen würden im Wasserschatten nicht abzuplatzen. Das Radfahren und Laufen wäre mit diesen fünf Kandidaten ebenfalls so stark besetzt, dass wir den Luxus haben würden, einen Ausscheidungslauf zu veranstalten. Ich stellte mir die Frage, welches Team uns in dieser Konstellation noch schlagen könnte und wurde einer Antwort nicht fündig.


Sonntag, 12. Mai, 17:26 Uhr
Jakub: „Hello I have quite a big problem with the race at the weekend
(Dobrý den, mám velký problém s závodem o víkendu.).“
Scheiße! Mein Traum von der schnellsten Schwimmzeit soll wohl doch noch auf sich warten lassen.
Jakub konnte nun aus verständlichen Gründen leider doch nicht für uns an den Start gehen. Nach kurzer Trauerphase wurde mir jedoch klar, dass man alte Traditionen nicht hätte versuchen sollen zu brechen und so sprang (wie schon so oft in vielen unserer Notsituationen) der Knödel ein. Nun denn, auch in dieser Konstellation schien eine Podiumsplatzierung definitiv nicht abwegig und wir überlegten uns eine Taktik, mit der wir den Knödel schnellstmöglich durchs Wasser bringen können. Wir entschieden uns für die „Würfelfünf“, bei der Powerwirbel Janne und Bennieboy eine 1:15 nebeneinander von vorne schwimmen würden, während der Knödel möglichst viel Wasserschatten zwischen den Beiden auf Hüfthöhe versucht zu nutzen. Zur weiteren Unterstützung würden Nils und ich ihn abwechselnd schieben. Auf dem Rad sollte der Knödel dann ein wenig mehr Führung fahren, sodass Nils und ich von den beiden Jungspunden über die Laufstrecke gejagt werden könnten. Der Plan stimmte mich zufrieden und motiviert.


Samstag, 18. Mai, 16:22 Uhr
Einrollen erfolgreich absolviert, Generalprobe beim Einschwimmen funktionierte, Laufstrecke nach vier Jahren diesmal sogar auf Anhieb gefunden.

100 Meter vom Parkplatz entfernt ertönt ein Schrei hinter mir. Ich drehe mich um und das schmerzverzerrte Gesicht von Bennieboy, in das ich blicke, lässt nichts Gutes erahnen. Der Krankentransport durch das zufällig vorbeifahrende Auto von TriZack bringt unseren Mann ins Schwimmbad, wo ich ihn unter der Kaltwasserdusche seinen Fuß kühlend wiederfinde. Wo eben noch ein Restfunken Hoffnung vorhanden war, macht sich beim Anblick des kniedicken Knöchels eher Mitleid bei mir groß, hatte Bennieboy doch den gesamten Winter mehr als fleißig durchtrainiert und ist aktuell in der Form seines (bisherigen) Lebens.

Nun mussten und müssen wir wohl sehr bedauerlicherweise auf unseren Team- und Trainingskameraden verzichten. Sehr schade!
Aber auch in diesem Fall sollten wohl alte Traditionen nicht gebrochen werden und der Knödel würde sich nun wohl oder übel wie jedes Jahr über die Laufstrecke quälen müssen. In der Hoffnung, dass sich nun keiner mehr im Rennen verletzt und/oder uns ein Raddefekt den Wettkampf versüße, hieß es nun „einfach überleben“.

Eine ähnlich gute Platzierung wie im Vorjahr schien zwar nicht unmöglich, dennoch war meine Motivation am Vorabend drastisch gesunken. Darauf erst einmal ein Crèpe mit Nutella. Optimale Wettkampfvorbereitung die Dritte.






Sonntag, 19. Mai, 12:30 Uhr
Als erste Mannschaft starteten wir auf Bahn 1. Die Schwimmtaktik wurde nun so verändert, dass unser (liebevoll von uns als der Schwimmer bezeichnete) Nils die Position von Bennieboy einnahm und ich alleine versuchen sollte den Knödel so häufig wie möglich zu schieben.

Ich musste schnell merken, dass ein zweimaliges Anschieben pro Bahn für mich nicht umsetzbar war, bleibt man doch nach jedem Schieben komplett im Wasser stehen und muss die entstandene Lücke nach vorne zuballern.

So schaffte ich es im besten Fall den Knödel drei (statt vier) Mal pro 100 Meter eine kleine Verschnaufpause zu bieten. Trotz der verminderten Anschubs und seiner deutlich verringerten Schwimmtrainingsumfänge in den letzten Wochen schwamm Jonas das Tempo von umgerechnet 1:15,5 über 100 Meter (Endzeit: 9:26,4 über 750 Meter – Danke für das Mitstoppen an „Ultra“ Jürgen) konstant durch, sodass keine Lücke zur vorderen Front durch Nils und JanneYoungstar entstand. So erreichten wir mit drei Sekunde Rückstand zu KTT die zweitschnellste Schwimmzeit. Angesichts der widrigen Umstände kann ich mich damit zufrieden geben :D, hatten wir im Vergleich zu den anderen Teams doch mehr als 30 Sekunden Vorsprung.
Aus dem Schwimmbecken rausgehievt (von mir bevorzugt ohne Beineinsatz), liefen wir die elendig lange Strecke zur Wechselzone.

Hier kam natürlich der erste Vorteil der Viermannbesetzung zum Vorschein: gemütlich viel Platz beim Wechseln. Auch mal die Vorteile erkennen, klar! Auf dem Rad aufgesprungen wurde sich eingereiht.

Diskutierten wir im Vorhinein noch über die bestmögliche Aufstellung, welche im Wesentlichen den Faktor des anknallenden JanneYoungstar berücksichtigte, so wurde im Rennen selbstverständlich keine Aufstellung eingehalten. Ich kann aus Erfahrung sagen: Wie jedes Jahr. Schon nach den ersten gefahrenen Metern machte unser Youngstar klar, dass er die am Vortag entstandenen Personaleinbußen selbstständig beheben wollte.

Mit einem derartigen Druck trat der Powerwirbel von vorne in die Pedale, dass er uns anderen Drei alt aussehen ließ (mittlerweile zähle wohl auch ich zu den Alten – Hilfe!) und wir ihn des Öfteren bremsen mussten. Anfangs hatte ich noch Bedenken, ob sich Janne mit den verlängerten Führungen nicht „in Arsch fahre“, sodass er später nicht mehr genügend Kraft zum Laufen besäße und schickte ihn gegen seinen Willen aus den Führungen. Nach der ersten Runde bekamen wir die Durchsage von Teamleiter Hoffi, dass wir zu allen Teams 30 Sekunden Vorsprung hätten. (Später stellte sich heraus, dass es nicht ganz alle Teams waren.) Von da an gab es für unseren Youngstar kein Halten mehr und er knallte zweiminütige Führungen von vorne, ohne dabei das Tempo zu verschleppen. Wo andere Mannschaften sich mit Mitteldistanzprofis für den Radpart behelfen, haben wir unseren 16-jährigen Nachwuchsathleten. So übernahm Janne schlussendlich bestimmt die Hälfte der gesamten Führungsarbeit, während wir drei älteren Herren uns die andere Hälfte untereinander aufteilen durften. Wir fuhren die insgesamt viertbeste Radzeit, was in Hinblick auf die fehlende Unterstützung durch Bennieboy, welcher bereits im Winter gezeigt hatte, dass er ebenfalls ordentlich Raddruck besitzt, mehr als zufriedenstellend ist.

Mit einem guten Gefühl ging es motiviert auf die Laufstrecke.





 Nun galt es, traditionell, den Knödel über
die Laufstrecke zu schieben. Nils machte
den Pacemaker von vorne und gab
genügend Windschatten, sodass Janne
und ich abwechselnd schoben.





Und auch beim Laufen war Verlass auf den Knödel, welcher über die fünf Kilometer nicht schlappmachte, geschweige denn, dass er meckerte. Hierbei sollte man darauf hinweisen, dass das Schieben beim Laufen zwar schneller macht und kurzzeitig entlastend sein kann, auf Dauer jedoch große Schmerzen bereitet, da man den Körper eben zwingt schneller zu laufen als er eigentlich möchte. Der Laufpart verlief ohne weitere große Vorkommnisse, sodass wir mit der siebtbesten Zeit ebenfalls einen sehr zufriedenstellenden Lauf vollzogen, fiel doch mit Bennieboy auch unser zweitstärkster Läufer aus.


Im Ziel angekommen gingen - wie jedes Jahr - die wilden Spekulationen los. 

Janne suchte aufgeregt Jürgen, um die Zwischenzeiten der anderen Teams zu erfahren, während die ältere Fraktion zufrieden im Rasen reflektierte, dass das Bestmögliche herausgeholt worden war. Um die Wartezeit zu überbrücken schwamm ich mich mit meinem ehemaligen Schwimmtrainer Nils im Planschbecken aus. Auf dem Rückweg kam uns bereits Jonas freudestrahlend, mit ausgestreckten Armen entgegen. Ein demonstrativer Daumen und Zeigefinger signalisierten mir, dass wir es tatsächlich geschafft hatten, mit dieser leicht lädierten Mannschaft den zweiten Platz zu erkämpfen. Unglaublich! Mit der Hoffnung, einfach das Rennen zu überleben, ging es nun doch zurück aufs Podium. Ein derartiges Ergebnis mit einer komplett aus eigenen Vereinsmitgliedern bestehenden Mannschaft hatten wir noch nie geschafft.
Wir sind stolz wie Bolle!

Teamkapitän, 
Marek
Ergebnisse: https://www.ttjnet.de/Ergebnisse/2019/GTDalkeman2019.pdf

Donnerstag, 18. April 2019

Montag, 25. Februar 2019

13. Sisu-Winterduathlon 2019

Am 23.2. fand der Sisu-Winterduathlon, der Frühjahrsklassiker der Berliner Triathlonszene, die "inoffizielle Weltmeisterschaft" im Winterduathlon, statt.
Weil wir aber schließlich Triathleten sind, verbrachten wir noch die Nacht vor dem Wettkampf in Lindow, damit auch das Schwimmtraining nicht leiden musste. Dort zog der WJ-Nachwuchs freitags noch Bahnen, bevor es früh am Samstag zurück in den heimischen Grunewald ging.

Unser Youngster, Janne Büttel, musste sich mit dem Shorty-Wettkampf begnügen, für ihn fiel der Startschuss um 9:00 Uhr.

Er ließ nicht eine Sekunde lang irgendwen an seinen Fähigkeiten zweifeln und konnte in allen Disziplinen wie gewohnt glänzen. Seinen Start-Ziel-Sieg beurteilte er trotzdem in aller Bescheidenheit mit Einem: „Im Training bin ich die Runde viel schneller gefahren.“
Die anderen Starter des WJ-Nachwuchs zeigten ebenfalls, dass sich das von Hoffi geleitete Radtraining im Wald durchaus auszahlt.

Ergebnisse: https://my3.raceresult.com/110907/RRPublish/pdf.php?name=Ergebnislisten%7CErgebnisliste%20MW%2BAK1&contest=1&lang=de

Beim Rennen über die Classic-Distanz gingen Teamchef Hoffi und meine Wenigkeit an den Start. Während Hoffi der siebte Sieg vorschwebte, dachte ich während des Startes lediglich daran, wie schön es ist, nach einem bis zum jetzigen Zeitpunkt erfolgreichem Winter, endlich mal zu zeigen, was man so in den letzten vier Monaten getrieben hat.

Nach dem Start war meine Vorfreude jedoch in dem Moment verflogen, da ich realisierte, dass es deutlich besser ausgesehen hätte, wenn Hoffi und ich das Feld in gleichen Outfits angeführt hätten. Somit war für mich klar, dass ich nun also einfach alleine vorne laufen musste, um mein Ärgernis über hypothetische - durch meinen Weltraumjogger-Einteiler etwas weniger gutaussehende - Fotos zu dämpfen.

Bis zum Panzerberg begleiteten mich Aitor Navarro Hita und etwas dahinter auch Hoffi, bevor ich mich begann abzusetzen. Mit dem Hintergedanken, den Panzerberg noch weitere vier Male erklimmen zu müssen hielt ich mich zurück, was einen Puls von gerade einmal 194 Schlägen pro Minute zur Folge hatte.

In der Wechselzone betrug mein Vorsprung etwa 23 Sekunden, genug Vorsprung für vielleicht 3 der 22 Radkilometer. 

Hoffi, der offensichtlich kein Interesse an einer gemütlichen Ausfahrt hatte, brachte mich bereits mit seiner ersten Tempoverschärfung in solche Schwierigkeiten, dass ich kaum noch meinen Lenker halten konnte. Irgendwie, auch dank eines kleinen Defektes bei Hoffi und langsameren, überrundeten Startern (Danke an alle, die es mir so etwas erträglicher gemacht haben!) verlief die zweite Runde für mich recht angenehm, mein Herz begann langsam wieder auch unter 180 Schläge pro Minute zu pulsieren..

In Runde drei erwartete ich am Panzerberg eine Attacke von Hoffi, doch die Vorahnung machte sie nicht weniger schmerzhaft. Obwohl ich zunächst folgen konnte, ließ Hoffi kaum Zeit zum Durchatmen, bevor er wieder beschleunigte. 

Eigentlich für mich nichts anderes als jeder der vergangenen Wintersonntage, an denen ich ebenfalls gut und gerne einen Puls von 150 Schlägen pro Minute über mehrere Stunden hinweg hielt.
Hoffi war überraschenderweise wenig angetan von meinem Leid: „Wenn du bei sowas mitfahren kannst, dann kannst du auch Führung fahren!“
Eigentlich klingt das für mich ziemlich fair, wenn ich noch irgendwie funktionierende Beine gehabt hätte. Somit belauerten wir uns praktisch eine halbe Runde lang. Doch bevor es zum Stehversuch kam entschloss sich Hoffi, ein letztes Mal zu attackieren. Diesmal fehlte mir dann jegliche Kraft zu reagieren, ich konnte mich während des Panzerberges lediglich noch am Absteigen hindern. Mit 25 Sekunden Rückstand ging es für mich in die zweite Wechselzone.

Mit der Eleganz eines Wackelpuddings begab ich mich dann auf die zweite Laufstrecke und verfluchte die drei Kilometer, „die man dann praktisch gar nicht mehr spürt“.
Als mir sämtliche Leute erklärten, dass ich Hoffi noch einholen könne, brachte ich das „Ich kann doch selber nicht mehr!“ nicht mehr über die Lippen. Irgendwie schaffte ich es dennoch den Vorsprung zu verkleinern, bis zum Ziel hatte ich bloß fünf Sekunden Rückstand, womit ich Tagesbestzeiten in beiden Läufen erreichen konnte.

Kurz war ich etwas enttäuscht darüber, wie knapp ich als jüngster Starter am Sieg vorbeigeschrammt war, doch ein Blick auf meinen vollkommen erschöpft am Boden liegenden Lehrmeister und Trainer zeigte mir, dass ich mich wohl eher freuen sollte, schließlich war ich noch in der Lage zu sitzen.

Trotz Gedanken an die am Nachmittag geplante Schwimmeinheit, genoss ich meinen inoffiziellen Vize-Weltmeistertitel. Den dritten Platz belegte Enrico Heinowsky vom MRC Berlin.

Bis zum Start der Saison ist es noch eine ganze Weile, dennoch zeigen diese Ergebnisse, dass man definitiv gespannt sein kann, was 2019 für die Jungs in grün-gold möglich ist.


Stellvertretend für den Pressewart,
Ben „Bennie“ Bettin

Ergebnisse: https://my3.raceresult.com/110907/RRPublish/pdf.php?name=Ergebnislisten%7CErgebnisliste%20MW%2BAK1&contest=2&lang=de

Samstag, 12. Januar 2019

Berliner Amateursportpreis 2019


Die Wahl zum Berliner Amateursportpreis 2019 steht aus und in diesem Jahr können auch wir, das Friesen/Weltraumjogger Cavere Team zum beliebtesten Team der Stadt gewählt werden.
Wer für unser juveniles Team stimmen will, muss die Zahl 
25 
per SMS an die 01577 354 42 08 (kostenfrei) schicken.


Freitag, 4. Januar 2019

35. Cross-Staffellauf, 02.12.2018

Wie auch 2017 gewannen wir in diesem Jahr die 
Berliner Ruder-Club Staffel in Wannsee (4x 6,4km).

 (v.l.n.r. Hoffi, Nils, Andreas, Janne)

Bericht: https://www.youtube.com/watch?v=nt2rtqJAHRQ
Ergebnisse: https://www.brc-staffel.de/results.php

Montag, 10. September 2018

2. Bundesliga Nord, 5. Rennen in Hannover, 08.09.2018

Saisonfinale am Maschsee in Hannover

Samstag, der 08.09.2018 – das letzte Rennen des 2. Bundesliga-Saison 2018. Der Ort des Geschehens – die Südseite des Maschsee in Hannover. Die Ausgangslage – ein dritter Rang in der Teamwertung. Die Athleten – BerlinMan Champion Maurice Marek Witt, BerlinMan (Sprint) Champion Janne Youngster Büttel, Michael Micha Wegricht, Jakub Padawan Powada und Premysl Czemek Svarc; top motiviert und bereit ein letztes Mal alles zu geben.
Der lange Sommer war vorüber, der BerlinMan mit seiner Mitteldistanz (friesische Erfolgs-) Geschichte, doch die allgemeine Stimmung der Jungs vom Friesen/Weltraumjogger – Cavere Team war weiterhin ausgezeichnet. Sie hatten die Chance, mit einer guten Leistung im letzten Saisonrennen den Podestplatz in der Gesamtwertung zu verteidigen und freuten sich zeitgleich auf einen angenehmen Männertrip nach Hannover.
Neben den Athleten reisten Teamleiter Hoffi und der Pressewart, an diesem Wochenende selbst im Einsatz im Bonner Trikot, mit leichter Verspätung am Freitagabend gegen Mitternacht in Hannover an. Am folgenden Morgen stießen noch Jonas JFK, Jonas Knödel und Ben Benboy hinzu, um die Cavere-Männer zu supporten, wobei die letzten beiden noch im Staffelwettbewerb mit Hoffi starten sollten. Natürlich konnten wir auch wieder auf unseren Chef-Supporter Rainer und auf unseren Vereinsvorsitzenden Jürgen zählen, danke für eure Treue!
Wie üblich spekulierten unsere Tschechen, Marek, Jakub und Premysl, auf ein schnelles Rennen vom Start weg, um ihr Heil in der Flucht zu suchen. Um dies in die Wirklichkeit umzusetzen, übernahm Jakub vom Start weg die Kontrolle.

Auch der Maschsee, ein in der Nazizeit künstlich angelegter, rechteckiger, steinerner Swimming-Pool mit einer gefühlten Tiefe von 50 cm und einer Wasserqualität eines Klärbeckens, stoppte ihn nicht in seinem Tun, sodass er ungefährdet als Erster das Land wieder erreichte. Marek folgte mit gewohnt solider Leistung ca.10 Sekunden später als Vierter, 

gefolgt von Premysl, der als Wettkampfvorbereitung den Besuch einer Hochzeit in Tschechien am Vorabend wählte, auf Platz 7, 

Janne ca. 20 Sekunden später auf Platz 20 und Micha als 39. weitere 20 Sekunden später. 
Damit ergab sich folgendes (aus Cavere-Sicht sehr dominantes Bild) nach dem Schwimmpart: Marek und Jakub saßen in einer 5er-Spitzengruppe, gefolgt von der ersten großen Verfolgergruppe (ca. 20 Mann) mit unseren Laufgranaten Premysl und Janne sowie Micha in der zweiten Verfolgergruppe. 

Marek und Jakub machten auf dem flachen, jedoch teilweise kurvigen Kurs, einen guten Job und konnten den Vorsprung halten. Die Verfolgergruppe erreichte ca. 45 Sekunden hinter den Spitzenreitern die Wechselzone, wobei Michas Gruppe die Lücke auf wenige Sekunden geschlossen hatte, sodass de facto ein großes Feld von ca. 50 Mann auf die Laufstrecke ging. Unglücklicherweise stürzte Micha beim Radabstieg und schlitzte sich den Zeh in seinen Speichen auf, sodass er mit einem Handicap das Laufen in Angriff nahm.




Hier versuchte Marek, die letzten 5km seiner Saison so gut wie möglich abzuspulen, konnte jedoch aufgrund seiner Mitteldistanz vor 6 Tagen keine Spitzenleistung abrufen und lief letztlich als 15ter ins Ziel. Aufgrund einer Zeitstrafe (Helm nicht in der Box) wurde er noch auf Platz 20 zurückgestuft und verfehlte damit leider knapp sein bestes Saisonergebnis in der zweiten Bundesliga.
Auch Jakub musste der Arbeit auf dem Rad Tribut zollen und verlor noch ein paar Plätze, sicherte dem Team mit dem 13ten Tagesplatz aber eine sehr ordentliche Platzierung.
Janne lieferte eine große Show, war nach dem Radfahren ideal ausgeruht und legte mit einer Zeit von 16:28 Minuten die sechste Laufzeit hin. Bereits auf dem Rückweg, wenige Hundertmeter nach dem Wendepunkt, zwinkerte er dem entgegenkommenden Pressewart (später solider 41ter) schon zu. Der jüngste Mann im Feld – heute ganz groß auf dem 10. Platz!
Premysl lief noch einen Ticken schneller als Janne, schaffte es aber nicht mehr in die Top Ten und lief auf Platz 12 ein – ein weiteres Top-Ergebnis unseres Olympioniken. 
 
Micha lieferte trotz mittlerweile blutdurchtränktem Schuh einen starken Lauf ab und kam auf Platz 28 ins Ziel.
Wenn ein 28ter Platz schon das Streichergebnis sein sollte, war klar, dass heute wieder eine herausragende Teamleistung zu Buche stand. Unser Knödel rechnete schon wild hin und her und kam schnell zu dem Ergebnis, dass unsere Kumpels vom Berliner Triathlon Team eine Platzziffer von 50 und wir eine Ziffer von 51 hatten – knapper geht´s wohl nicht. Glücklicherweise musste durch die Zeitstrafe von Marek noch eine Korrektur der Platzziffern vorgenommen werden – BTT 49, Friesen/WJ 55. Somit war die Niederlage nicht ganz so ärgerlich 😉.
Den dritten Platz belegte Weimar mit einer ebenfalls starken Teamleistung – Platzziffer 63. Berliner Doppelsieg – das versprach ein guter Berliner Abend in der Niedersächsischen Hauptstadt zu werden.

In der Endtabelle schaffte es unser Team, den dritten Rang zu verteidigen, hinter dem dominanten Team der Saison, Berliner Triathlon Team, und dem wohl über Jahre konstantestem Team der Liga, Weimarer Ingenieure.

Nach Platz 15 im Vorjahr nun auf Rang 3 – zugegebenermaßen mit externer Tschechenpower. Es allein darauf zu schieben, wäre jedoch falsch:
Zuallererst sind Premysl und Jakub dufte Typen, die sich optimal ins Team eingefügt haben.
Beim Teamsprint in Gütersloh kämpften sich unsere Jungs aus der Trainingsgruppe, mit Support von unserem Vereinsabteilungspräsidenten Knödel, auf den siebten Rang.
Unser Mann aus Sachsen, Micha, der immer da ist, wenn wir ihn brauchen und eigentlich den Status „Externer“ längst abgelegt hat, trägt nun schon im zweiten Jahr zum Erfolg bei.
Unsere Nachwuchsstars – Janne und Bennieboy, werden immer stärker und entwickeln sich zu echten Leistungsträgern. Und auch mit Jonas JFK Kleemann haben wir noch ein ganz heißes Eisen im Feuer, der nach seiner schwierigen Saison zwar erstmal Auslandserfahrung nach dem Abitur sammeln wird, aber im kommenden Jahr wieder angreift.
Und zwei weitere Charaktere darf man keinesfalls vergessen, wenn man über den Teamerfolg spricht: Zum einen Maurice, in der Triathlon-Szene besser bekannt als Marek, der über die Saison hinweg konstante Leistungen bringt und mit seiner Pädagogen-Aura mittlerweile die Kapitänsrolle im Team hervorragend bekleidet. Zum anderen Hoffi, der nach dem Aufbau des Teams 2014 nun ein weiteres Kapitel mit der Fusion Friesen/Weltraumjogger und dem Hauptsponsor Cavere geschrieben hat. Es ist sein Verdienst, dass sich eine verdammt starke Trainingsgruppe jede Woche, nahezu jeden Tag im Süden Berlins zusammenfindet, um schlichtweg besser zu werden.
Wir können alle gespannt sein, was Christian Hoffi Hoffmann als nächstes vorhat.


Wie es weiter ging:
Nach diesem Liga-Rennen war noch nicht Schluss. Mit Bennie als Thomas Lurz-Double, Hoffi als Tony Martin-Verschnitt und Knödel als Haile Gebrselassie holten die Jungs sich den Sieg in der Staffel über die olympische Distanz. Jonas konnte beim Laufen sogar gegen Ende das Tempo drosseln, um sich noch genügend Kraft für das Abendprogramm zu sparen.
Der Abend war dann soweit ganz nett. Dankeschön an alle anderen Teams, nächstes Jahr steigern wir uns nochmal.
Auch in diesem Jahr war es mir eine Ehre, der Pressewart sein zu dürfen. Wir hören uns spätestens im Mai 2019 wieder.
Euer Pressewart LR